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  • Regina Stolze

Utopia twenty twenty

Aktualisiert: 16. Juni 2020


#deranführeristheleader


Wie war das damals noch, im Jahr 2020? Gute Frage. Irgendwie ging plötzlich alles so schnell. Ich weiß noch, ich habe mich in dem Jahr viel mit dem Thema ‚Innovation‘ beschäftigt. Vielleicht kennt ihr Peter Drucker, den Experten für das Thema Innovation. Er spricht hauptsächlich von 7 Motiven für Innovationen. Einer davon (bei ihm ist alles in Englisch, obgleich er Österreicher war), ist THE UNEXPECTED.


Ich habe das zunächst gar nicht gemerkt, dass COVID-19, besser bekannt als ‚Corona‘ diesen Ansatz, dieses Motiv für Innovation buchstäblich vor die Füße warf. Ende März 2020 wurde die Geschwindigkeit der sich drehenden Business- und privaten Welt zum Maschinen-Stopp gezwungen. Plötzlich, unerwartet (unexpected) und auf eine passive Art auch gewaltsam. So etwas hat es davor noch nie gegeben.


Manche Leute haben gesagt, das sei alles geplant gewesen. Das waren die sog. Verschwörungstheorien, die später dann mit anderen Strömungen in einen Topf geworfen wurden. Also doch nicht unexpected. Ich bin ja schon immer jemand gewesen, die sich viel mit den sog. Verschwörungstheorien beschäftigt hat. Ist irgendwie spannend. Da sind aber auch Klamotten um die Ecke gekommen, Mann Mann Mann. Eine Räuberpistole nach der anderen.


Ich fand das irgendwann langweilig und letztlich spielte es für mich auch keine Rolle. Ich bin mein eigener Anführer und gehe meinen eigenen Weg. Irgendwie haben sich die Sachen dann auch in Luft aufgelöst. Corona aber ist noch eine Weile geblieben und hat unnachahmlich die globale Welt verändert. Fast so als könnte man sagen, da muss doch einer den Wasserhahn aufgedreht und ne riesige Überschwemmung hinterlassen haben.


Damals wäre es nicht vorstellbar gewesen und es hat auch noch zwei Jahre gedauert, aber seit 2022 sah man zu 30 Prozent nur Elektroautos auf den Straßen. Manche sehen witzig aus und es sind auch ganz neue Marken auf dem Markt. Heute gibt es fast gar keine Verbrenner mehr. Überhaupt sind deutlich weniger Autos auf den Straßen. War das nicht absurd im Nachhinein, dass alle immer irgendwie zwanghaft zur Arbeit fahren mussten?


Im Nachhinein denke ich, haben wir uns das Leben ganz schön schwer gemacht. Und kompliziert vor allem. Auf der einen Seite mussten wir aus dem Haus, um Geld zu verdienen, auf der anderen Seite wurden Kindergärten und Schulen als aushäusige Unternehmungen erfunden, wo die Kinder nach Schema F abgegeben wurden. Und dieser komische Schulzwang und die vorgegebenen Arbeitszeiten. Es muss ein Sadist gewesen sein, der das geschaffen hat und ein Masochist, der sich das gefallen lies.


Jetzt ist alles frei und es gibt die Kinder-Communities, in denen präsent oder online gelernt werden kann. Es ist so wichtig, dass die Jugendlichen nach den Modulen der Projektschmiede von Dylan Watts nur noch unternehmerisch denken und sich ihr Wissen durch Eigenrecherche aneignen und anhand von Echt-Projekten am eigenen Leibe spüren und erfahren was funktioniert und was nicht. Sie lernen dabei auch, was es heißt zu leben. Wir wussten das doch früher gar nicht. So viel mehr strahlende Gesichter in die ich blicke.


Dadurch, dass fast keiner mehr zur Arbeit fährt, weil alle Remote arbeiten, gibt es plötzlich viel mehr Wohnraum und sogar viel mehr Grünflächen in der Stadt. Büros werden nur noch zu 20 Prozent gebraucht. Tankstellen wurden abgerissen, es stinkt nicht mehr, dafür gibt es an jeder Ecke Ladestationen. Ich weiß noch, dass damals nach Corona viele Leute einfach ganz stumpf nicht mehr in ihre Büros zurück kehren wollen. Das war die neue Stay-Home-Welle. Aber nicht, weil man musste, sondern, weil man wollte.


Wisst ihr noch? Zu Anfang dachten viele sie würden vereinsamen, wenn sie so vieles nur noch digital machen. Weil man seine Mitmenschen und Kollegen nicht mehr fühlen und riechen kann. Das brauchte ein besonderes Umdenken. Ich hätte zu Anfang nicht gedacht, dass wir die Seminare zur Transformation dieses Themas mit am besten verkaufen würden. Einige Branchen sind stark eingebrochen, ja quasi von Corona zerstört worden.  Es gibt viel weniger Hotels, verreist wird auch anders. Massenveranstaltungen gibt es deutlich seltener. Manche Berufe und Jobs sind wie weggezaubert.


Ach, ich könnte noch so viel aufzählen, was sich alles geändert hat. Dieses ist ja nur ein Teil von dem, was uns Corona an Innovation katalysiert hat. Manche Probleme sind wie weggewischt. Andere Herausforderungen sind gekommen. Keine Frage. Aber ich muss sagen, dass ich mich immer sicher gefühlt habe. Schön war natürlich, dass man irgendwann dann doch wieder reisen durfte. Ich bin seitdem allerdings fast nur an abgelegene Orte gereist. An einem Ort bin ich dann geblieben. Dort fühle ich mich wohl. Und ich wohne ganz anders als ihr es mir zugetraut habt. Aber mit meinem Elektroauto fahre ich noch. Manchmal fährt es auch mich.


In diesem Sinne... bleibt gesund, bleibt locker und freut euch auf ein Leben zum Leben. Macht was draus und kreiert euch die Welt wie sie euch gefällt... wir alle sind in charge.


#electrifiedwomen


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